Wie kann es
gelingen, einen vom Verkehr geprägten Straßenort wie Telfs
in eine Innenstadt mit Aufenthaltsqualitäten zu verwandeln?
Konzept.
Generell sollen vorgefundene Strukturen aufgenommen und ergänzt werden.
Zugleich wird die Straße vom Verkehrsträger wieder zum öffentlichen Raum.
Das ursprüngliche Konzept, Straßen und Gehsteige mit einem homogenen, durchgehenden Bodenbelag zu versehen,
wurde nach intensiven Diskussionen abgeändert. Der Kompromiss ergab eine Reduktion der Straßenbreite durch Schaffung
einer Einbahn, welche in Asphalt ausgeführt wurde. Der Fußgängerbereich sowie die Plätze sind mit ockergelben
Granitplatten, die Parkstreifen mit ockergelbem Kopfsteinpflaster ausgelegt. Da die Steinplatten in ihrer Größe
variieren, macht die Bodenfläche einen lebendigen Eindruck. Parkplätze, Bushaltestellen und Ladeflächen sind
mit demselben Material wie die Gehbereiche belegt, sie wurden durch eine andere Oberflächenbearbeitung hervorgehoben.
Der Leitgedanke: „ein Brunnen, ein Baum, ein Platz“ zieht sich wie ein roter Faden durch den Ort.
Die Anordnung von Baumreihen, die Bepflanzung von Beeten und das Positionieren von farblich angepassten – mit Bambus
und Gräsern bestückten Pflanzgefäßen bringt mehr Grün ins Zentrum.
In Zusammenarbeit mit dem Büro für Lichtplanung, Conceptlicht, wurde das Beleuchtungskonzept erarbeitet.
Die örtlichen Hauptachsen, Stichstraßen Plätze und Infopoints werden entsprechend ihrer Wertigkeit beleuchtet.
Zum Zentrum hin steigert sich die Helligkeit. Dabei wurden Infopoints und Brunnen zur visuellen Auflockerung und Gliederung eingesetzt.