Die neue Südtirolersiedlung in Telfs wird durch eine charakteristische Bebauungsstruktur aus punktförmigen und länglichen Einzelbaukörpern unterschiedlicher Proportionen und Größen geprägt. Zwischen den Gebäuden spannen sich großzügige Grün- und Freiflächen auf. Die bestehende Bebauung weist eine maximale Gebäudehöhe von drei Geschoßen mit aufgesetztem Dachgeschoß auf. Zudem ist eine grundsätzliche Orientierung der Baukörper nach Süd und Südwesten, also talauswärts, ablesbar. Diese prägenden baulichen Merkmale sowie die besondere Lage des Areals – eingebettet in ein vergleichsweises enges Tal mit teilweise eingeschränkten Ausblicken – werden in den Entwurf aufgenommen und bilden die städtebauliche Grundlage für das neue Ensemble. Der bestehende Geländeverlauf ermöglicht eine sensible Höhenstaffelung der einzelnen Gebäude zueinander. Diese wird durch die straßenseitig punktuell angeordneten Dachgeschoße zusätzlich akzentuiert.
In der sechsten und letzten Baustufe der gänzlich neu gestalteten Südtirolersiedlung in Telfs wird die bereits im Masterplan vorgesehene Bebauungsstruktur weiter umgesetzt. Mit fünf freistehenden, überwiegend dreigeschoßigen Wohnhäusern und großzügig angelegten, durchgrünten Freibereichen entsteht ein qualitätsvoller Wohnstandort mit hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität. Den Abschluss der Bebauungsstruktur bildet der dreigeschoßige Gemeindekindergarten. Er setzt einen klaren und zugleich angemessenen Abschluss der großräumig angelegten Südtirolersiedlung.
Projektleitung: Bmst. Ing. Gebhard Tilg
Visualisierung: Fröch Visual